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Medienmitteilung: Frühlingsmarkt im Corona-Style

Das Leben normalisiert sich zusehends. Am Mittwoch hat der Bundesrat entschieden, die Notlage per 19. Juni aufzuheben. Schon einige Tage früher, am 6. Juni, werden verschiedene Lockerungen in Kraft gesetzt, die vom Bundesrat ebenfalls Mitte Woche beschlossen wurden. Die Landesregierung beantwortet damit einige der im Moment brennenden Fragen – wenn auch (noch) nicht alle. Denn angesichts der bevorstehenden Sommersaison rätseln viele darüber, welche der sonst im Sommer üblichen Veranstaltungen überhaupt durchgeführt werden können und wenn ja, in welcher Form.

Eine der Davoser Traditionsveranstaltungen ist der Frühlingsmarkt im Dorf. Nachdem klar war, dass er unter Berücksichtigung der nötigen Vorsichts- und Hygienemassnahmen gemäss Bundesratsentscheid durchgeführt werden kann, entschieden die Verantwortlichen der Gemeinde, den Anlass gewissermassen als "Prototyp" für weitere Veranstaltungen während des Sommers zu nutzen. Der Anlass war nicht zuletzt aus diesem Grund mit grossem Interesse erwartet worden.

Auf Anfrage des Krisenstabes zieht der Davoser Marktchef Thomas Müller im Nachgang eine ausgesprochen positive Bilanz: "Die Leute haben sich sehr diszipliniert verhalten. Das Ordnungsamt war während des ganzen Anlasses mit vier Personen – drei davon konnten wir vom Forstamt zuziehen – vor Ort. Ein Einschreiten unsererseits war aber nicht erforderlich." Die Selbstdisziplin der Marktbesucher und auch der Marktfahrer sei vorbildlich gewesen. "Wir haben an mehreren Stellen die bekannten Plakate mit den Verhaltensregeln aufgestellt. Ausserdem haben wir 100 bis 130 Masken an Personen verteilt, die danach fragten", sagt Müller. Grössere Menschenansammlungen seien indes ausgeblieben. "Und wenn einmal ein paar Leute zu viel beieinander standen, so haben sie sich gegenseitig darauf aufmerksam gemacht, oder die Marktfahrer baten um den nötigen Abstand." Viele der Stände hätten auch selber Schilder mit den gängigen Regeln aufgestellt, lobt der Marktchef.

"Man konnte spüren, dass viele Anbieter lange darauf warten mussten, wieder ihre Stände aufzustellen und zu verkaufen. Mir gegenüber war nur von einem noch früheren Markt im Neuenburgischen die Rede. Doch für die meisten war es der erste Markt der Saison. Da war die Bereitschaft, im Gegenzug die Regeln wirklich zu beherzigen, sehr gross." Insgesamt seien am Markt 44 Stände präsent gewesen – gegenüber 70 bis 75 in den Vorjahren. Die kleinere Zahl sei vor allem den erforderlichen grösseren Abständen geschuldet. Aber nicht nur. "Unser Markt ist recht konservativ, das heisst, dass immer etwa die gleichen Marktfahrer hier sind. Dieses Jahr fehlte jedoch ein rechter Teil der "Stammbesetzung". Einzelne tauchten einfach nicht auf, andere meinten, sie hätten ihre Fahrzeuge dieses Jahr noch nicht eingelöst und könnten darum nicht nach Davos fahren", so Müller weiter. Dies habe anderen Marktfahrern eine Chance geboten, die diese gerne genutzt hätten. So seien zwei Händler aus dem Tessin angereist, die noch nie in Davos waren.

Was die Besucherzahlen des Marktes angeht, so lassen sich diese laut Müller schwer in absoluten Zahlen beziffern. "Man kann sicher sagen, dass es lebhaft war. Viele Besucher genossen offenkundig die Möglichkeit, wieder einmal nach draussen zu gehen, um auf dem Markt einzukaufen. Auf keinen Fall war gegenüber anderen Jahren ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, im Gegenteil. Im Vergleich mit Jahren mit nasskaltem Wetter war der Frühlingsmarkt 2020 sogar überdurchschnittlich gut besucht." Das hätten ihm auch die Händler bestätigt. "Einer der Marktfahrer, der vor allem für sei Magenbrot berühmt ist, musste seinen Stand sogar vorzeitig schliessen, weil seine Spezialität schon früh vollkommen ausverkauft war."

Angesichts der positiven Erfahrungen und des vorbildlichen Verhaltens aller Beteiligter sei es schwierig, nun allfällige Lehren aus dem Markt zu ziehen. "Es hat wirklich sehr gut geklappt. Trotzdem gibt es eine Neuerung, die wir auch in Zukunft beibehalten werden: Die einstreifige Verkehrsführung beim Seehofseeli auf der Promenade hat den Leuten in diesem Bereich mehr Platz gegeben. Weil das Trottoir dort sonst sehr schmal ist, wurde das von Besuchern und Marktfahrern sehr begrüsst. Das werden wir sicher auch weiterhin so handhaben", ist Müller überzeugt.

 


Frühlingsmarkt im Seehofseeli-Areal in Davos Dorf, mit Coronavirus-Plakat
Frühlingsmarkt im Seehofseeli-Areal in Davos Dorf, mit Coronavirus-Plakat

Datum der Neuigkeit 29. Mai 2020

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