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Medienmitteilung: Erfreuliche Jahresrechnung 2017

Der Kleine Landrat hat anlässlich seiner Sitzung vom 1. Mai 2018 die erste Jahresrechnung der Gemeinde Davos nach HRM2 zur Genehmigung an den Grossen Landrat verabschiedet. Die Vorgaben des Budgets konnten mit hoher Kostendisziplin eingehalten und Vorfinanzierungen für wichtige Projekte getätigt werden. Die erfolgreiche und konsolidierende Entwicklung des kommunalen Finanzhaushalts setzt sich fort.

Die Erfolgsrechnung der Gemeinde Davos schliesst im Jahr 2017 erneut positiv ab. Für das Jahr 2017 resultiert ein Ertragsüberschuss von 178'675.46 Franken. Das Budget sah einen Ertragsüberschuss von 162’700 Franken vor. Das operative Ergebnis vor Zusatzabschreibungen und Vorfinanzierungen liegt bei rund 11,8 Mio. Franken und somit 1,4 Mio. Franken über dem Budget. Zu Lasten des allgemeinen Haushalts konnten 2,6 Mio. Franken an Zusatzabschreibungen verbucht werden. Darüber hinaus sind in der Jahresrechnung 2017 Vorfinanzierungen von insgesamt 9 Mio. Franken enthalten, und zwar für das Gesamtprojekt Eisstadion, für die Begegnungszone Arkaden, für die Begegnungszone Seehofseeli und für den Ersatz der Doppelturnhalle (je 2 Mio. Franken) sowie für die Schulraumerweiterung Bünda (1 Mio. Franken). Da die drei zuletzt genannten Vorfinanzierungen nicht budgetiert waren, unterliegt deren Bildung wie die Genehmigung der Jahresrechnung dem fakultativen Referendum bzw. dem Beschluss des Grossen Landrates.

Der Gesamtertrag 2017 von 116,09 Mio. Franken hat sich im Vergleich zum Budget 2017 um 6,03 Mio. Franken erhöht. Der grösste Anstieg gegenüber dem Budget ist bei den Steuererträgen zu verzeichnen, die um rund 1,9 Mio. Franken bzw. um 3 % höher ausfielen als veranschlagt. Letzteres ist mehrheitlich auf die Sondersteuern zurückzuführen. Alleine die Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern fielen insgesamt um 1 Mio. Franken höher aus. Des Weiteren nahmen gegenüber dem Budget auch die Entgelte um rund 1,5 Mio. Franken zu. Dies betrifft beispielsweise höhere Baubewilligungs- und Grundbuchgebühren, aber auch Mehrerträge aus der Forstwirtschaft infolge des grösseren Arbeitsvolumens oder höhere Rückerstattungen im Bereich Soziales.

Der Gesamtaufwand 2017 von 115,91 Mio. Franken liegt um 6,01 Mio. Franken bzw. um 5,5 % über dem Budget. Der Gesamtaufwand hat sich also praktisch gleichermassen erhöht wie der Gesamtertrag. Dieser Aufwandanstieg lässt sich im Wesentlichen mit zwei Punkten begründen:

1. Wegen der zusätzlichen Erträge konnten im Jahr 2017 vermehrt Vorfinanzierungen für anstehende Investitionen verbucht werden (+3 Mio. Franken im Vergleich zum Budget 2017).

2. Als Folge des hohen Verlusts der Spital Davos AG im Jahr 2017 wurde die Beteiligung gesamthaft um über 5 Mio. Franken wertberichtigt. Budgetiert waren hierfür 1 Mio. Franken.

Die Laufenden Ausgaben, also der Gesamtaufwand ohne Abschreibungen/Wertberichtigungen, internen Verrechnungen, Vorfinanzierungen und Einlagen in Spezialfinanzierungen, sind im Vergleich zum Budget 2017 um rund 1 Mio. Franken oder um 1,3 % tiefer ausgefallen. Dies basiert hauptsächlich auf dem im Vergleich zum Budget geringeren Sachaufwand.

In der Investitionsrechnung 2017 sind bei Ausgaben von rund 24,07 Mio. Franken und Einnahmen von rund 5,98 Mio. Franken Nettoinvestitionen ins Verwaltungsvermögen von 18'086'211.80 Franken zu verzeichnen (Vorjahr nach HRM2: 13,82 Mio. Franken). Zusammen mit den nach HRM2 direkt in der Bilanz zu verbuchenden Nettozugängen in die Sachanlagen des Finanzvermögens belaufen sich die Investitionen im Jahr 2017 total auf rund 21 Mio. Franken. Dies ist der höchste Wert seit 2005 und ein deutliches Zeichen, dass der Abbau des Investitionsstaus weiterhin auf breiter Basis vorangetrieben wird. Zudem erfolgten erhebliche Vorleistungen für künftige Investitionen, insbesondere für die Gesamtsanierung des Eisstadions.

Aus den Ergebnissen der Jahresrechnung 2017 resultiert eine Selbstfinanzierung von rund 26,16 Mio. Franken (Vorjahr ohne Sondereffekte: 28,27 Mio. Franken). Der für die Beurteilung der Finanzlage wichtige Selbstfinanzierungsgrad beträgt 144,6 %. Somit konnte die Gemeinde die getätigten Investitionen vollständig aus eigener Kraft finanzieren und darüber hinaus Guthaben im Hinblick auf zukünftige Investitionen aufbauen.

Wie schon in den Jahren 2013, 2014 und 2016 wurde der resultierende Finanzierungsüberschuss auch für den Abbau von Darlehensschulden eingesetzt. Im Jahr 2017 wurden Schulden im Umfang von 5 Mio. Franken zurückbezahlt. Insgesamt wurden seit 2013 über 25 Mio. Franken amortisiert. Um noch viele Jahre lang vom rekordtiefen Zinsniveau zu profitieren, wurde im Jahr 2017 aber auch eine Refinanzierung von 5 Mio. Franken mit einer festen Laufzeit von 12 Jahren getätigt. Der Stand der Darlehensschulden beläuft sich per Ende 2017 auf rund 109 Mio. Franken. Insbesondere wegen des Schuldenabbaus und wegen des höheren Guthabens gegenüber dem Kanton hat sich das Nettovermögen pro Einwohner im Jahr 2017 von 6'867 Franken auf rund 7'650 Franken erhöht.


Fazit und Ausblick

Die Jahresrechnung 2017 ist erneut erfreulich ausgefallen. Wie schon mehrfach festgestellt, wird das Gesamtergebnis von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Aufwandseitig ist abermals eine sehr gute Kostendisziplin feststellbar, was durch günstige externe Faktoren verstärkt wurde. Ertragsseitig sind im Jahr 2017 erneut hohe Steuererträge zu verzeichnen, was vor allem auf die grundstückbezogenen Sondersteuern zurückzuführen ist. Im Gegenzug musste beim Gemeindeanteil an den Gewinn- und Kapitalsteuern zum dritten Mal in Folge ein Rückgang verzeichnet werden, was mit tieferen definitiven Veranlagungsverfügungen für Vorjahre erklärt werden kann.

Die weitere Entwicklung auf Stufe Bund und Kanton muss genau verfolgt werden. Schliesslich stehen mit der Steuervorlage 17 und dem Bundesfinanzausgleich sowie den Kantonsfinanzen gleich mehrere gewichtige Finanzthemen zur Debatte. Auf lokaler Stufe sind der Wegfall der Fraktionssteuern ab dem Steuerjahr 2019 und die Übernahme der Fraktionsaufgaben ohne Steuererhöhung zu kompensieren. Zudem sind die strategische Ausrichtung und die Finanzierung des Spitals neu zu regeln.

Vor diesem Hintergrund wäre es verfehlt, aus einer kurzfristigen Optik heraus steuerliche Anpassungen vorzunehmen. Stattdessen gilt es, sich das zumindest mittelfristig äusserst grosse Investitionsvolumen vor Augen zu führen sowie den überdurchschnittlich hohen Schuldenstand und den langfristigen Selbstfinanzierungsgrad zu berücksichtigen. Nebst dem weiteren Abbau des bis 2012 aufgelaufenen Investitionsstaus sind auch neue Grossinvestitionen zu finanzieren. Abgesehen von der Sanierung des Eisstadions sind dies insbesondere die Begegnungszonen Arkaden und Seehofseeli sowie die Schulraumerweiterung Bünda und der Ersatz der Doppelturnhalle durch eine Dreifachturnhalle. Wie schon in den zwei letzten Finanzplanungen aufgezeigt wurde, können mittelfristig die geplanten sehr hohen Investitionen voraussichtlich nicht aus dem laufenden Cash Flow finanziert werden. Die aufgebauten Guthaben gegenüber dem Kanton werden deshalb aus heutiger Sicht mittelfristig wieder sinken.

Für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde ist es essentiell, dass die Gemeinde weiterhin in der Lage ist, Davos als Tourismus-, Sport-, Kongress-, Gesundheits-, Forschungs-, Bildungs- und Kulturstandort zu gestalten und Beiträge für bestehende und zukünftige Anlässe mit regionaler sowie überregionaler Ausstrahlung zu leisten. Und nicht zuletzt wird die regionale Wirtschaft auch zukünftig mit einer hohen Investitionstätigkeit unterstützt.


Dokument Präsentation vor den Medien zur Jahresrechnung 2017 (pdf, 504.9 kB)


Datum der Neuigkeit 3. Mai 2018

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