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Geschichtlicher Überblick



Bild Davos schwarz weiss


Der Name Davos
Die Herkunft des Namens "Davos" ist bis heute ungeklärt. Eine Theorie besagt, dass Davos nach den Freiherren von Vaz benannt worden sei. Möglicherweise geht das Wort entweder auf einen lateinischen Begriff zurück, "ad avanes" (zu den Wassern), "ad tovanes" (bei den Tobelleuten) oder "tovatum" (vom Tobelschutt überdeckt). Die naheliegende Ableitung vom gleichlautenden "davos" (dahinten) will zu den alten urkundlichen Formen "Tavaus", "Tafas" und der heutigen romanischen Form "Tavau, Tavo" nicht passen. Schliesslich kommt auch das alte thrazische Wort "dava" in Frage, das "Brandrodung, Siedlung" bedeutet.

Die Vor-Walserzeit
Spärliche archäologische Funde weisen darauf hin, dass es mindestens in der Bronzezeit einen Passverkehr gab. Eine Siedlung wurde jedoch nie nachgewiesen. Vor den Walsern war die Landschaft von romanisch sprechenden Leuten bewohnt. Dies bezeugen verschiedene Flurnamen, z.B. wie Clavadel (rom. "clavau" = Heustadel), Dischma (rom./lat. Dieschma/decima = Zehnten). Gemäss einer Urkunde aus dem Jahr 1213 soll Davos von Obervaz, Lenz, Brienz und Alvaneu her besiedelt worden sein. Das wenig genutzte Gebiet gehörte zu diesem Zeitpunkt dem Churer Domkapitel.

Die Walserzeit
In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgte die endgültige Erschliessung des Davoser Berggebietes durch deutschsprachige Walser unter den Freiherren von Vaz. Für diese Besiedlung gab es drei Gründe: Erstens sollte das entsprechende Davos den Freiherren von Vaz als Stützpunkt im politischen Machtkampf gegen den Bischof von Chur dienen, zweitens erhoffte man sich durch die Nutzung des Berggebietes einen wirtschaftlichen Gewinn, drittens stellten die Walser der Familie von Vaz Soldaten. Am 31. August 1289 erhielten die Davoser in einem Lehensbrief ihre Rechte zugesichert. Sie erlangten das Recht zur Selbstverwaltung, freie Landammannwahl und niedere Gerichtsbarkeit. Alle Güter gingen in freier Erbleihe in ihren ewigen Besitz über. Einer Heiratsbeschränkung unterstanden die Walser nicht. Auch besassen sie das Recht der "Freizügigkeit", was bedeutet, dass sie dazu berechtigt waren, ihren Lebensraum auch über die Umgebung von Davos hinaus auszudehnen. So entstand Arosa, das bis 1851 als Fraktion zu Davos gehörte.

Der Zehngerichtebund
Davos nahm als Stammkolonie und als Gemeinde mit den grössten Freiheitsrechten im neubesiedelten Walsergebiet, das sich zum "Zehngerichtebund" zusammenschloss, eine führende politische Rolle ein. Der Zehngerichtebund wurde zum demokratischsten aller rätischen Bünde. Ausschliesslich Bauerngemeinden ohne adelige Herren vereinigten sich miteinander. Von Anfang an galt der Grundsatz, dass sich die Minderheit der Mehrheit zu fügen habe. Als Tagungsort wurde Davos bestimmt, Haupt des Bundes war der Landammann von Davos.

Davos als Kurort
Die Davoser Kurgeschichte beginnt im Jahre 1853 und ist verbunden mit dem Namen Alexander Spengler. Weil er 1848 in Deutschland zum Tode verurteilt worden war, floh er in das damals 1700 Einwohner zählende Bergbauerndorf Davos. Bald erkannte er die heilende Wirkung des Davoser Klimas und sorgte für die Bekanntmachung der Heilwirkungen. Sein besonderes Verdienst bestand darin, dass er die grossen Zukunftsmöglichkeiten von Davos sah.

Zusammen mit dem Holländer Willem Jan Holsboer errichtete er 1868 die Kuranstalt Spengler-Holsboer. Letzterer war auch massgeblich für die Erstellung der Eisenbahnlinie von Landquart nach Davos im Jahr 1890 verantwortlich. Dies war der Beginn einer neuen Entwicklung. Hotels, Pensionen, Sanatorien und Villen wuchsen wie Pilze aus dem Boden. Heute sind nur noch wenige der Höhenkliniken von damals in Betrieb. Sie dienen weniger der Tuberkulosenheilung als vielmehr der Therapie allergischer und infektiöser Erkrankungen der Luftwege und der Lungen.

Davos als Sportort
Mit den Kurgästen kamen auch der Sommer- und der Wintersport nach Davos. Zu dessen Entwicklung haben bekannte Persönlichkeiten, wie die englischen Schriftsteller John Addington Symonds und Sir Conan Doyle, Schöpfer des Sherlock Holmes, beigetragen. Entscheidend für den Aufschwung des Skisportes war der Bau von Bergbahnen und Skiliften. Im Jahr 1900 wurde die Schatzalpbahn eröffnet, 1932 folgte die Parsennbahn von Davos bis Weissfluhjoch, ebenfalls 1932 der Bolgenlift als erster Bügellift Europas, 1954 die Luftseilbahn Davos–Ischalp, 1967 die Luftseilbahn Pischa und schliesslich die Bergbahnen Rinerhorn.

Der Eislauf wurde lange Zeit auf dem Davosersee gepflegt, bis man sich zum Bau einer Eisbahn entschloss. 1921 gründete Dr. Paul Müller den Hockey Club Davos. Der Höhepunkt des Jahres war (und ist) die Austragung des internationalen Eishockeyturniers um den Spengler Cup.

Davos als Wissenschaftszentrum
Der Sanatoriumsbetrieb brachte eine rege medizinische und naturwissenschaftliche Forschungstätigkeit hervor, welche sich in jüngerer Zeit auch der Sportverletzungen annahm. Davos beherbergt heute fünf renommierte Forschungsinstitute, welche durch ihre Arbeiten international Anerkennung erhalten.

Davos als Kongressort
Neben dem Winter- und Sommersport ist heute auch das Kongresswesen für die Davoser Tourismuswirtschaft von Bedeutung. Dank dem Bau des Kongresszentrums im Jahre 1969 sowie der stufenweisen Erneuerung und Erweiterung ist es möglich geworden, Tagungen und Kongresse auf internationalem Niveau durchzuführen.


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