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Forschung


Im traditionsreichen Wissenschaftsstandort Davos sind sechs Forschungsinstitute sowie zwei Forschungsförderungsorganisationen beheimatet.

Muster von Schneeansammlungen


AO Foundation

Die AO Foundation ist eine medizinisch ausgerichtete, unabhängige Non-Profit-Organisation unter der Leitung von international renommierten Fachärzten. Die AO wurde 1958 von 13 visionären Chirurgen und Orthopäden in Davos gegründet. Mit über 12’000 Ärzten, Operationspersonal und Wissenschaftlern in über 100 Ländern gilt die AO heute als eines der bedeutendsten medizinischen Netzwerke weltweit.

Die AO Foundation engagiert sich im Bereich Unfallchirurgie und Erkrankung des Bewegungsapparates sowie in der Aus- und Weiterbildung von Chirurgen. Im AO-Center Davos sind Forschung und Administration mit 185 Mitarbeitenden angesiedelt. Darüber hinaus bietet die AO Foundation Ausbildungsplätze für Polymechaniker, Informatiker und Biologielaboranten sowie im kaufmännischen Bereich an. Sichtbar wird die Arbeit der AO Foundation alljährlich im Dezember, wenn sich an den AO-Kursen im Kongresszentrum Davos rund 2000 Chirurgen aus aller Welt in den neuesten chirurgischen Techniken und Methoden weiterbilden.

AO Foundation


Christine Kühne – Center for Allergy Research and Education

Das Christine Kühne – Center for Allergy Research and Education (CK-CARE) befasst sich mit der Forschung und Edukation im Bereich allergischer Erkrankungen. Der Hauptsitz ist in Davos Wolfgang. Renommierte Forschungsgruppen in München, Davos, Bonn, St. Gallen und Zürich bilden mit weiteren Kooperationspartnern in grenzübergreifender Zusammenarbeit ein weltweit einmaliges Zentrum.

Eine qualifizierte, stark vernetzte Forschung im Allergiebereich und eine gezielte, auf aktuellsten Erkenntnissen basierende Ausbildung von Fachpersonen stellen die beiden tragenden Säulen des Engagements von CK-CARE dar. Erklärtes Ziel ist die Behebung von Defiziten im Bereich der Erkennung von Allergien, aber auch im Bereich der Behandlung und Rehabilitation allergiekranker Menschen.

Christine Kühne – Center for Allergy Research and Education


Global Risk Forum GRF Davos

Die Stiftung Global Risk Forum (GRF Davos) verfolgt den Zweck, nachhaltige und praktikable Lösungen für die vielfältigen Risiken, mit denen sich die Gesellschaft konfrontiert sieht, zu entwickeln und effizient in die Praxis umzusetzen.

“From Thoughts to Action" (von der Idee zur Umsetzung) – dieses Credo bildet die Grundlage für die Arbeiten des Global Risk Forum GRF Davos. Die Stiftung sieht sich als Brückenbauerin zwischen Forschung und Praxis und ist Organisatorin einer der grössten internationalen Konferenzen, die alle zwei Jahre in Davos stattfindet, der „International Disaster and Risk Conference IDRC Davos“, sowie diverser weiterer Konferenzen und Ausbildungskurse. Nebst internationalen Projekten engagiert sich GRF Davos auch regional und berät beispielsweise Bundesämter und Gemeinden im Risiko- und Katastrophenschutz. GRF Davos betreibt auch Forschung, zugänglich für alle und zum Nutzen der Gesellschaft, regional, national und global.

Global Risk Forum GRF Davos


WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung

Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) ist ein international tätiges Forschungs- und Dienstleistungszentrum mit rund 130 Mitarbeitenden. Es gehört zur eidgenössischen Forschungsanstalt WSL und damit zum ETH-Bereich. Die Wissenschaftler erforschen den Schnee, seine Wechselwirkung mit der Atmosphäre, die Entstehung und die Dynamik von Lawinen sowie weiterer Massenbewegungen, den Lawinenschutz im Sinne des integralen Risikomanagements, Permafrost und Gebirgsökosysteme.

Das SLF bietet ausserdem diverse Dienstleistungen an, dazu gehören Beratungen zu Lawinenschutzmassnahmen, Expertisen zu Lawinenunfällen und die Entwicklung von Warnsystemen für Naturgefahren. Die bekannteste Dienstleistung ist das Lawinenbulletin, das im Winter zweimal täglich herausgegeben wird. Die SLF-Mitarbeitenden sind in der Lehre an Hochschulen tätig sowie in der Aus- und Weiterbildung von Sicherheitsfachleuten. Etwa 25 Studierende schreiben am SLF ihre Doktorarbeit. Fünf Lehrlinge erhalten eine Berufsausbildung. Für die Öffentlichkeit bietet das SLF z.B. Institutsführungen, eine permanente Ausstellung und vielseitige Informationen im Internet an.

WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF


Physikalisch-Meteorologisches Observatorium Davos und Weltstrahlungszentrum

Das im Jahre 1907 gegründete Physikalisch-Meteorologische Observatorium (PMOD) beschäftigt sich mit der Erforschung der Sonnenstrahlung und deren Auswirkung auf das Erdklima. Im Jahre 1971 kam durch die Weltmeteorologische Organisation der Auftrag als Weltstrahlungszentrum (World Radiation Center, WRC) hinzu. Heute arbeiten unter der Leitung von Direktor Prof. Dr. Werner K. Schmutz in den verschiedenen Bereichen der Wissenschaft, Elektronik und Administration 35 Mitarbeiter und drei Lehrlinge.

Zu den Haupttätigkeiten des PMOD/WRC gehören die Strahlungsmessungen der Sonne in allen Wellenlängenbereichen – von Ultraviolett bis Infrarot. Dafür werden in Davos die entsprechenden Messinstrumente entwickelt, welche dann sowohl auf der Erde als auch im Weltraum eingesetzt werden. Die Geräte gehören zu den genauesten ihrer Art und werden deshalb auch an eine internationale Kundschaft verkauft. Zudem wird an verschiedenen internationalen Forschungsprojekten gearbeitet, welche sich mit den Themen rund um die Sonnenphysik und den Klimawandel auseinandersetzen.

Das World Radiation Center hat die Aufgabe, Referenzmessgeräte zu betreiben, auf welche sich alle meteorologischen Strahlungsmessungen weltweit stützen. Jährlich werden deshalb zahlreiche Geräte aus aller Welt an das PMOD/WRC gesandt, um kalibriert zu werden. Alle fünf Jahre finden in Davos die Internationalen Pyrheliometer-Vergleiche statt, bei welchen die weltweiten Regionalzentren ihre Geräte nach der Davoser Referenz kalibrieren. Für Gruppen besteht die Möglichkeit auf Anfrage einen Einblick in die Tätigkeit des PMOD/WRC zu erhalten. Es wird ein Unkostenbeitrag erhoben.

Physikalisch-Meteorologisches Observatorium Davos und Weltstrahlungszentrum PMOD/WRC


Schweizerisches Institut für Allergie- und Asthmaforschung

Allergien sind klassische Umweltkrankheiten, die durch eine fehlgeleitete Auseinandersetzung des individuellen Organismus mit Stoffen aus der Umwelt hervorgerufen werden und gehören heute zu den grossen globalen gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit.

Das Schweizerische Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF) konzentriert sich auf die Forschung der immunologischen Grundlagen allergischer und asthmatischer Erkrankungen sowie allergischer Hautkrankheiten und gehört zu den meinungsbildenden und produktivsten Instituten weltweit. Die Forschung ist auf eine direkte Kooperation mit den Kliniken in Davos, der Universität Zürich und weiteren spezialisierten Instituten ausgelegt. Jährlich organisiert das SIAF das World Immune Regulation Meeting (WIRM) mit rund 800 Teilnehmern im Kongresszentrum Davos.

Schweizerisches Institut für Allergie- und Asthmaforschung SIAF


Academia Raetica

Seit 2006 vertritt die Academia Raetica als Dachorganisation für universitäre Forschung und Lehre in Graubünden die Anliegen ihrer Mitglieder auf kantonaler Ebene und informiert Politik und Öffentlichkeit über die Belange des Forschungsplatzes. Sie fördert im Rahmen des Graduate Campus Graubünden die Zusammenarbeit mit ihren Mitglieds- und Partnerinstitutionen. Sie präsentiert Ergebnisse der Bündner Forschung zu wissenschaftlichen und öffentlichen Anlässen.

Academia Raetica


Wissensstadt Davos

Auf lokaler Ebene bietet die 2004 gegründete Wissensstadt Davos eine Begegnungsplattform für den inter- und transdisziplinären Austausch der Davoser Bildungs- und Forschungsinstitutionen. Sie entwickelt innovative Aus- und Weiterbildungsangebote und veranstaltet Kurse und Konferenzen. In einem neuen Projekt sollen die Inhalte der vergangenen, aktuellen und zukünftigen Davoser Forschung der Öffentlichkeit multimedial zugänglich gemacht werden.

Wissensstadt Davos
 
 

Allgemeiner Kontakt

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  • Berglistutz 1, Postfach
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