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Pflanzenschutz und Problempflanzen


Bild einer Blume
Schutz der Alpenflora

Die Schweiz zählt rund 3000 wildlebende Farn- und Blütenpflanzen, wovon etwa ein Drittel auch im Gebiet der Gemeinde Davos vorkommt. Die Pflanzen zeigen sich an den verschiedensten Natur- und Kulturstandorten, sei es auf Berggipfeln, am Wasser, in Mähwiesen oder am Strassenrand. In artenreichen Lebensräumen können oft über 80 Arten auf kleiner Fläche gezählt werden.

Das Natur- und Heimatschutzgesetz fordert Massnahmen, welche verhindern sollen, dass einheimische Pflanzenarten aussterben. Eine dieser Massnahmen ist der strikte Schutz besonders gefährdeter Arten. Auf dem Gebiet der Gemeinde Davos sind die folgenden Arten geschützt:

Mannsschild (alle Arten), Gletscher-Nelke, Pracht-Nelke, Sonnentau (alle Arten), Himmelsherold, Alpen-Mannstreu, Türkenbund, Orchideen (alle Arten), Braungrünstieliger Streifenfarn, Keilblättriger Streifenfarn, Straussblütige Glockenblume, Echter Seidelbast, Wollgras (alle Arten), Schwalbenwurzenzian, Edelweiss, Fieberklee, Fettblatt (alle Arten), Aurikel.

Das unberechtigte Pflücken, Ausgraben oder Beschädigen dieser Pflanzen ist untersagt. Auch die nicht geschützten Alpenpflanzen dürfen weder massenhaft gepflückt noch ausgegraben, ausgerissen oder kommerziell verwertet werden. Vertiefte Informationen enthält das Merkblatt „Schutz der Alpenflora“.

Das Sammeln wildwachsender Pflanzen zu Erwerbszwecken bedarf der Bewilligung der zuständigen kommunalen Behörde. Das Sammeln von Beeren, Tee- und Heilkräutern im ortsüblichen Umfange sind ausgenommen, soweit es sich nicht um geschützte Arten handelt.

Pflanzenschutzgebiet Flüelaberg

Im Gebiet Flüelaberg (Plandarstellung siehe unter "Publikationen") gilt strikter Pflanzenschutz. Hier ist jedes Pflücken, Ausgraben und Ausreissen wildwachsender Pflanzen aller Arten untersagt. Das Pflücken von Beeren und das Sammeln von Pilzen sind jedoch gestattet.

Problempflanzen (invasive Neophyten)

Der Riesenbärenklau ist eine auffällige, grosse krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Die ursprünglich aus dem Kaukasus eingeschleppte Pflanze verfügt über ein ausserordentliches Samenreservoir. Daraus kann sich ein dichter Bestand bilden, der die umgebenden einheimischen Pflanzen und Gräser zu verdrängen vermag. Der Riesenbärenklau produziert einen speziellen Saft, der in Kombination mit Sonnenlicht zu Verbrennungen führen kann. Riesenbärenklau ist diejenige Problempflanze, die sich in Davos unerwünscht ausbreitet. In der Gemeinde Davos gilt deshalb die Weisung, bestehende Bestände an Riesenbärenklau zu bekämpfen und die weitere Verbreitung mit präventiven Massnahmen einzudämmen. Der Forstbetrieb und die Fachstelle Umwelt der Gemeinde stehen für Auskünfte in Zusammenhang mit invasiven Neophyten gerne zur Verfügung. Siehe auch Infoblatt zum Riesenbärenklau.


Allgemeiner Kontakt

  • Gemeinde Davos
  • Berglistutz 1, Postfach
  • CH-7270 Davos Platz 1
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