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Medienmitteilung: Virusmutation hat Davos erreicht

Die Covid-19-Fallzahlen in Davos sind gegenüber den Vorwochen deutlich gefallen. Derzeit wird mit 28 aktiven Fällen gerechnet, eine Person wird wegen Covid-19 im Spital Davos stationär behandelt. Der Krisenstab ist überzeugt, dass diese erfreulichen Zahlen insbesondere auf die Schutzmassnahmen zurückzuführen sind, die in Davos seit mehreren Wochen gelten. Rückläufige Zahlen dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gefahr, die von Covid-19 ausgeht, noch nicht gebannt ist.

Im Spital Davos wurde vor wenigen Tagen bei einem Patienten die englische Form des mutierten Virus nachgewiesen. Die Mutation ist somit in Davos angekommen. Dank der strengen Testrichtlinien, sofortiger Isolationsmassnahmen und der Durchführung eines Kontakttracings durch das eingespielte Team im Spital Davos konnte eine Verbreitung allerdings wirksam verhindert werden.

Vor diesem Hintergrund weist der Krisenstab einmal mehr auf die Bedeutung der Schutzmassnahmen hin, nachdem in den letzten Tagen ein gewisses Nachlassen bei der Einhaltung insbesondere der Schutzmaskenpflicht festgestellt werden musste. Da die mutierte Virusform als ansteckender gilt, sind Schutzmassnahmen um so wichtiger. Die entsprechenden Kontrollen seitens der Gemeinde werden darum in den kommenden Wochen verstärkt.

Neben den Schutzmassnahmen wird dem Virus auch mit vermehrtem Impfen entgegengetreten. Im Alterszentrum Guggerbach wurde inzwischen die Mehrzahl der Bewohnerinnen und Bewohner geimpft. Am kommenden Montag, 25. Januar, wird zudem der Impfbetrieb für besonders gefährdete Personen, die nicht in einem Alters- oder Pflegeheim leben, aufgenommen. Die entsprechenden Anmeldungen können im Internet unter der Adresse www.gr.ch/impfen oder über die Telefonnummer 081 254 16 00 vorgenommen werden. In besonderen Fällen hilft das Spital Davos unter 081 414 80 50 weiter. Bislang wurden in Davos 845 Anmeldungen für eine Impfung registriert, davon kommen 750 von besonders gefährdeten Personen. Der Krisenstab weist darauf hin, dass sich auf Anweisung des Kantons derzeit erst die Risikogruppen 1 bis 3 für eine Impfung anmelden können. Die übrigen Risikogruppen und Personen, die keiner Risikogruppe angehören, müssen sich noch gedulden.

Im Kongresszentrum (Eingang Promenade) werden inzwischen die entsprechenden räumlichen Voraussetzungen für den Impfbetrieb geschaffen. Geimpft wird mit dem Moderna-Impfstoff, der in der Handhabung als einfacher gilt, als der bisherige Impfstoff.

Parallel zum Aufbau der Impf-Infrastruktur werden in Davos weiterhin Personen getestet. Aufgrund der guten Erfahrungen mit Massentests in Südbünden laufen in der Gemeinde die Vorbereitungen für Betriebstestungen. Dabei würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Davoser Betrieben – auf freiwilliger Basis – per "Spucktest" getestet. Im Augenblick werden offene Fragen zur Finanzierung geklärt. Die Destinationsorganisation hat sich bereit erklärt, die nötige Logistik sicherzustellen. Ziel ist, grosse Betriebe in Davos regelmässig durchzutesten, um so infizierte Personen, die das Virus verbreiten könnten, frühzeitig in Quarantäne beziehungsweise Isolation schicken zu können. In Südbünden hat sich dieses Vorgehen als sehr wirksam erwiesen.

 



Datum der Neuigkeit 21. Jan. 2021

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