Rückblick auf das Abstimmungsgeschehen des vergangenen Wochenendes vom 07./08.03.2026
Die höchste Stimmbeteiligung zeigte sich bei der SRG-Volksinitiative "200 Franken sind genug". Hier beteiligten sich 3667 Davoserinnen und Davoser, was 55,2 % Stimmbeteiligung ergab. Die SRG-Volksinitiative war somit diejenige Vorlage, die die Stimmberechtigten am stärksten zur Teilnahme an der Volksabstimmung motivierte. Der Nein-Stimmen-Anteil zur SRG-Volksinitiative in Davos beträgt 67,5 %.
Die tiefste Stimmbeteiligung, nämlich 54,1 %, war in Davos bei der Bargeld-Frage festzustellen. Die Volksinitiative wurde mit 59,2 % Nein-Stimmen abgelehnt und der Gegenentwurf mit 75,6 % Ja-Stimmen angenommen. Da nur eine Variante angenommen wurde (der Gegenentwurf und nicht die Volksinitiative), war die Stichfrage, die im Ergebnis den Gegenentwurf bevorzugte, obsolet geworden. Die 440 Davoser E-Voterinnen und E-Voter, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, waren ebenfalls deutlich für die Verankerung von Bargeld (Papiergeld, notabene nicht elektronisches Geld) in der Bundesverfassung zu haben: Ebenfalls mit 75 % stimmten sie dem Gegenentwurf zu; die Volksinitiative fand dagegen nur bei einer kleinen Minderheit der E-Voterinnen und E-Voter Unterstützung.
Die Klimafonds-Volksinitiative wurde in Davos mit 76,4 % deutlich verworfen, die Individualbesteuerung mit 50,4 % knapp angenommen.
Stand des E-Votings in Davos
Beteiligt haben sich am Abstimmungsgeschehen in Davos aktuell 440 E-Voterinnen und E-Voter. Berechtigt sind für E-Voting in Davos aktuell total 543 Personen. Somit beträgt die Stimmbeteiligung unter den E-Voting nutzenden Personen in Davos 81,0 %.
Allerdings hinkt Davos beim Anteil der E-Voting nutzenden Stimmberechtigten an der Gesamtzahl der Stimmberechtigten im Vergleich zu anderen Bündner Gemeinden überraschenderweise hintendrein. Überraschenderweise, weil man zu Davos aufgrund seiner vielen Forschungsinstitute und Kliniken sowie aufgrund der intensiven Beschäftigung mit computertechnischen Hilfsmitteln eine starke Affinität zur Digitalisierung annehmen könnte. Dem ist aber nicht ganz so: In Domat/Ems haben 460 E-Voterinnen und E-Voter bei dieser Volksabstimmung mitgemacht, in Landquart 443. Beides sind Gemeinden, die weniger Bevölkerung und weniger Forschungsinstitute als Davos haben, aber mehr E-Voterinnen und E-Voter.
| Gemeinde | Stimmberechtigte | Teilnehmende E-Voting | in % |
|---|---|---|---|
| Arosa | 2140 | 335 | 15,7 |
| Maienfeld | 2548 | 362 | 14,2 |
| Bonaduz | 2509 | 263 | 10,5 |
| Domat/Ems | 5271 | 460 | 8,7 |
| Landquart | 5889 | 443 | 7,5 |
| Davos | 6646 | 440 | 6,6 |
| Chur | 26447 | 920 | 3,8 |
Die Stadt Chur hat erst im November 2025 mit der Einführung von E-Voting begonnen. Die Stadt Chur ist noch in der Aufbauphase. Dieser Aspekt gilt für Davos nur noch abgeschwächt, weil in Davos bereits seit September 2025 E-Voting möglich ist.
Wie wurde in Davos aktuell gewählt
Es gibt drei Arten, an einer Volksabstimmung mitzumachen: briefliches Abstimmen, an der Urne abstimmen, elektronisch abstimmen. Für das vergangene Wochenende sieht die Verteilung wie folgt aus:
| Art | Anzahl Stimmberechtigte | Anteil in % |
|---|---|---|
| Abstimmungscouvert (brieflich) | 3169 | 47,7 |
| Urne (händisch) | 66 | 1,0 |
| E-Voting (elektronisch) | 440 | 6,6 |
| keine Teilnahme | 2971 | 44,7 |
| Total | 6646 | 100,0 |
Zugehörige Objekte
| Name | Download | ||
|---|---|---|---|
| Gemeinde Davos, eingegangenes Abstimmungscouvert bringt Farbe ins Abstimmungsgeschehen (JPG-Datei) (JPG, 7.66 MB) | Download | 0 | Gemeinde Davos, eingegangenes Abstimmungscouvert bringt Farbe ins Abstimmungsgeschehen (JPG-Datei) |
