Aufgrund des kantonalen Richtplans und der Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG) sind die Gemeinden im Kanton Graubünden dazu angehalten, ihre Vision für die zukünftige Raumentwicklung in einem kommunalen räumlichen Leitbild (KrL) aufzuzeigen. Ein KrL ist ein strategisches Instrument, das die räumlichen Zielsetzungen eines Ortes konkretisiert. Mit Hilfe des KrL setzt sich die Gemeinde Davos unter dem Mitwirken der Bevölkerung aktiv mit ihrer längerfristigen räumlichen Entwicklung auseinander.

Was ist ein kommunales räumliches Leitbild?
Ein kommunales räumliches Leitbild (KrL) ist ein strategisches Instrument, das die räumlichen Zielsetzungen eines Ortes konkretisiert. Mit Hilfe des KrL setzt sich die Gemeinde Davos aktiv mit ihrer längerfristigen räumlichen Entwicklung auseinander. Welche Ziele werden angestrebt? Wo liegen Chancen und Potenziale in der Raumplanung? Welche Charakteristiken machen den Ort Davos aus? Wo liegen räumliche Qualitäten? All das wird im KrL festgehalten.

Wozu?
Aufgrund des kantonalen Richtplans und der Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG) sind die Gemeinden im Kanton Graubünden dazu angehalten, ihre Vision für die zukünftige Raumentwicklung in einem KrL aufzuzeigen. Das KrL der Gemeinde Davos soll bis Ende 2022 fertiggestellt und vom Kleinen Landrat verabschiedet werden.

Fokus
Verbindung der Bereiche Siedlung, Landschaft und Verkehr
Das KrL fokussiert auf inhaltliche Schwerpunkte, wie zum Beispiel:

  • Erfassung, Sicherung und Weiterentwicklung von Qualitäten der bestehenden Siedlungsstrukturen
  • Sicherung und Schaffung von Wohnraum für die Bevölkerung
  • Thematisierung öffentlicher Räume und Freiräume innerhalb und ausserhalb der Siedlungsgebiete

Grundlagen
Die Stossrichtung der räumlichen Entwicklung stützt sich auf verschiedene Grundlagen der Gemeinde Davos. Dazu gehören das Leitbild der Gemeinde von 2009, der regionale Richtplan der Landschaft Davos und weitere Konzepte. Im KrL geht es auch darum, die geltenden räumlichen Strategien zu reflektieren, zu aktualisieren und wo erforderlich zu ergänzen oder zu präzisieren.

Mitwirken der Bevölkerung
Weil das KrL ein Strategieinstrument ohne rechtliche Wirkung ist, wird es nicht von der Bevölkerung verabschiedet. Dem Kleinen Landrat ist es dennoch ein grosses Anliegen, das KrL mit der Bevölkerung zu diskutieren.

Das Mitwirken der Bevölkerung geschieht auf zwei Ebenen:

  • Bis im Sommer 2022 wird der Entwurf des KrL mit der Unterstützung einer Begleitgruppe aus der Bevölkerung erarbeitet. Die Begleitgruppe vereint Vertreter:innen aus Bereichen wie Bildung, Forschung, Soziales, Wirtschaft und Umwelt sowie aus den verschiedenen Ortsteilen.
  • Nach der Ausarbeitung des Entwurfs ist die gesamte Bevölkerung dazu eingeladen, sich zu diesem zu äussern und so an der Ausarbeitung des KrL mitzuwirken. Die Rückmeldungen werden ausgewertet und fliessen in die Bereinigung des KrL und in die spätere Gesamtrevision der Nutzungsplanung ein.

Gesamtrevision der Nutzungsplanung
In der anschliessenden Gesamtrevision der Nutzungsplanung ab 2023 werden die grundeigentümerverbindlichen Festlegungen erarbeitet. Die Bevölkerung wird wiederum bei der Ausarbeitung mitwirken und zum Schluss über die Gesamtrevision abstimmen.

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